Was kostet eine Website in Spanien? Die Antwort, die Sie wirklich brauchen
Eine Unternehmens-Website für ein Kleinunternehmen an der Costa Blanca kostet zum Festpreis zwischen 490 und 1.200 Euro netto, je nachdem ob sie Daten erhebt. Ohne Formular, rein informativ, beginnt sie bei 490 Euro. Mit Formular und vollständigen Rechtstexten bei 690 Euro. Mit größerem Umfang bei rund 1.200 Euro. Größere Projekte mit Buchung, Shop oder mehreren Sprachen liegen ab 2.200 Euro. Dazu kommen laufende Kosten ab etwa 99 Euro im Jahr fürs Hosting, optional eine monatliche Betreuung. Alle Preise verstehen sich netto, zzgl. 21 % IVA. Das sind meine eigenen Festpreise, kein “kommt darauf an”.
Zur Einordnung, aus meiner Erfahrung in der Marina Alta: Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo kostet Sie vor allem laufend, etwa 0 bis 300 Euro im Jahr, dafür bauen und pflegen Sie alles selbst. Ein Freelancer oder lokaler Designer zum Festpreis liegt je nach Umfang zwischen rund 490 und 2.500 Euro. Eine Agentur beginnt meist bei 3.000 Euro und reicht weit darüber hinaus. Die “Website ab 99 Euro” aus der Kalt-E-Mail und das Agenturangebot über 8.000 Euro sind die zwei Extreme, zwischen denen der ehrliche Bereich für ein Kleinunternehmen liegt.
Was eine Website in Spanien kostet, hängt nicht davon ab, wie viele Seiten sie hat. Es hängt davon ab, ob sie Daten erhebt.
Meine Pakete im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt meine Festpreise, so wie sie auch auf der Paket-Seite stehen. Preise netto, zuzüglich 21 % IVA.
| Paket | Festpreis (netto) | Was ist enthalten | Wann sinnvoll |
|---|---|---|---|
| Statisch | 490 € | 3 bis 5 Seiten, kein Formular, Aviso Legal + Política de Privacidad | Visitenkarte, reines Informationsangebot |
| Konform | 690 € | Kontaktformular, RGPD-Cookie-Banner, vollständige Rechtstexte, responsives Design | Dienstleister, Handwerker, Restaurants |
| Business | 1.200 € | Mehr Umfang, mehrsprachig, SEO-Struktur, FAQ-Schema | Betriebe mit mehreren Leistungen oder Sprachen |
| Pro | ab 2.200 € | Buchung, Shop-Einstieg oder Backend-Anbindung, individuell zugeschnitten | Ferienvermietung, Gastronomie, E-Commerce |
| Komplett | ab 3.400 € | Voller Umfang mit WordPress-CMS, laufend selbst pflegbar | Betriebe, die alles aus einer Hand wollen |
Wer Angebote unter 490 Euro sieht, sollte fragen, ob Rechtstexte und Datenschutz-Setup inklusive sind. Meistens nicht.
Was den Preis wirklich treibt: Nicht die Seitenzahl, sondern die Datenschicht
Ein häufiges Missverständnis: Viele Betreiber denken, der Preis steigt mit der Anzahl der Unterseiten. In der Praxis ist das zweitrangig.
Entscheidend ist, ob die Website personenbezogene Daten erhebt und verarbeitet. Sobald das passiert, gelten das spanische RGPD (Reglamento General de Protección de Datos) und die LSSI (Ley de Servicios de la Sociedad de la Información). Das bedeutet konkret:
Ein einfaches Kontaktformular löst aus: Cookie-Consent, Datenschutzerklärung mit Zweckangabe, Speicherdauer, Rechtsgrundlage. Wer hier spart, riskiert Abmahnungen.
Ein Buchungssystem braucht: Backend-Anbindung (z. B. Lodgify, Smoobu oder ein eigenes System), Datenbanklogik, sichere Datenübertragung, oft auch eine Schnittstelle zu Zahlungsanbietern. Das sind Stunden Arbeit, keine Stunden Design.
Ein Newsletter zieht nach sich: Double-Opt-In-Pflicht, Listenverwaltung, Datenschutzhinweis im Anmeldeformular, Integration mit einem Versanddienst (Mailchimp, Brevo u. a.) und eine eigene Datenschutzpassage.
Jede dieser Ebenen erhöht den Projektaufwand und damit den Preis. Nicht weil Dienstleister willkürlich aufschlagen, sondern weil diese Arbeit real und notwendig ist.
Warum Festpreis ehrlicher ist als Stundensatz
Bei einem Stundensatz liegt das Risiko beim Auftraggeber. Jede Rückfrage, jede Korrektur, jede Abstimmungsschleife tickt auf der Uhr. Das Ergebnis: Rechnungen, die weit über dem ursprünglichen Angebot liegen, und Auftraggeber, die sich fragen, wofür sie bezahlt haben.
Ein Festpreis legt den Rahmen vorher fest. Beide Seiten wissen, was vereinbart ist. Änderungen am Scope werden separat besprochen, nicht still auf der Stundenrechnung vergraben.
Für Kleinunternehmen auf der Costa Blanca, die oft mit knappen Budgets und ohne eigene IT-Abteilung arbeiten, ist das kein Komfort, sondern eine Frage der Planungssicherheit.
Ein seriöses Festpreisangebot enthält: Leistungsumfang in Textform, Anzahl der Revisionen, Zeitplan, alle Rechte an den Ergebnissen und eine klare Aussage dazu, was nicht im Preis ist.
Was es nicht enthält: vage Formulierungen wie “je nach Aufwand” oder “zzgl. eventuellem Mehraufwand” ohne Deckel.
Die versteckten Folgekosten, die viele vergessen
Eine Website ist kein Einmalkauf wie ein Schreibtisch. Sie hat laufende Kosten. Wer das nicht einplant, zahlt doppelt, oder die Site veraltet still und heimlich.
Hosting: Ab etwa 99 Euro im Jahr. Günstiges Shared Hosting gibt es schon für ein paar Euro im Monat, ist bei Ausfällen oder Sicherheitsproblemen aber langsam im Support. Für Betriebe mit aktivem Buchungssystem empfehlen sich stabilere Tarife.
Domain: Eine .es-Domain kostet ca. 10 bis 15 Euro pro Jahr. Eine .de dazu liegt ähnlich. Beide sollten frühzeitig gesichert werden, idealerweise auf den Namen des Betreibers, nicht des Designers.
Rechtstexte: Aviso Legal, Política de Privacidad und Cookie-Richtlinie müssen aktuell gehalten werden. Dienste wie iubenda oder Datenschutz-Generator kosten zwischen 0 und 90 Euro pro Jahr, je nach Funktionsumfang. Selbst geschriebene Texte aus dem Jahr 2019 sind fast immer überholt.
SSL-Zertifikat: Bei gutem Hosting inklusive, bei günstigem Hosting oft nicht. Ohne SSL zeigen Browser die rote Warnung, Besucher springen ab.
Wartung und Updates: Content-Management-Systeme wie WordPress brauchen regelmäßige Updates. Wer das ignoriert, hat innerhalb von Monaten eine angreifbare Website. Eine laufende Betreuung ist optional und liegt je nach Umfang typischerweise zwischen 99 und 149 Euro pro Monat.
Übersetzungen: Wer deutsche Gäste ansprechen will, braucht deutschen Text. Wer spanische Kunden gewinnen will, braucht spanischen Text. Maschinelle Übersetzungen ohne Korrekturdurchlauf fallen auf, besonders bei rechtlichen Texten.
Realistischer Gesamtaufwand nach Launch: ab etwa 99 Euro im Jahr fürs Hosting. Wer laufende Betreuung möchte, rechnet zusätzlich mit einer monatlichen Pauschale.
Was deutsche Unternehmer in Spanien zusätzlich beachten müssen
Wer in Spanien lebt, aber auch deutsche Kunden hat oder auf .de kommuniziert, bewegt sich in zwei Rechtssystemen. Das RGPD gilt EU-weit und ist kompatibel mit der DSGVO. Aber es gibt Unterschiede in der nationalen Umsetzung, in der Sprache der Rechtstexte und in den Behörden, die zuständig sind.
Das spanische Pendant zum Impressum ist das Aviso Legal. Es ist gesetzlich vorgeschrieben und muss auf jeder kommerziellen Website zu finden sein. Fehlt es, ist das ein LSSI-Verstoß, nicht nur ein Schönheitsfehler.
Wer auch in Deutschland tätig ist, sollte zusätzlich ein deutsches Impressum prüfen. Manche Betriebe führen beides, abhängig davon, welche Märkte sie aktiv ansprechen.
Auf der Costa Blanca, wo sich die Regionen Dénia, Jávea, Moraira und Calpe auf dem deutschen Markt als Ferienregionen positionieren, ist die Zweisprachigkeit kein Nice-to-have. Sie ist Marktlogik.
Wie Sie ein Angebot richtig lesen
Wenn Sie Angebote für eine Website vergleichen, achten Sie auf folgende Punkte:
- Sind Rechtstexte (Aviso Legal, Datenschutz, Cookie-Banner) explizit aufgeführt?
- Ist RGPD-konformes Cookie-Consent enthalten oder wird es nur “empfohlen”?
- Wie viele Revisionsrunden sind inklusive?
- Wer hat nach Projektabschluss die Zugangsdaten und das Hosting-Konto?
- Gibt es Ansprechpartner nach dem Launch, und zu welchen Bedingungen?
Diese Fragen trennen seriöse Angebote von solchen, die auf den ersten Blick günstig wirken und am Ende teurer werden als geplant.
Die Festpreise stehen offen auf meiner Paket-Seite, damit Sie vorab vergleichen können. Was in Ihrem Fall genau dazukommt, hängt davon ab, ob und wie Ihre Website Daten erhebt. Schreiben Sie mir Ihr Vorhaben, dann sage ich Ihnen, welches Paket passt, was es kostet und was danach zu tun ist. Keine Agenturpräsentation, kein Rattenschwanz an Nachfragen. Nur eine klare Übersicht.